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Begnadigung von Elor Azaria: Israels Präsident erlässt Reststrafe

20.09.2026, 06:32 Uhr

Begnadigung für Elor Azaria: Israels Präsident erlässt Strafe
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Begnadigung für Elor Azaria: Israels Präsident erlässt Strafe

Israels Staatspräsident hat den ehemaligen Soldaten Elor Azaria begnadigt, der im Jahr 2016 einen bereits kampfunfähigen Palästinenser im besetzten Westjordanland erschossen hatte. Azaria war damals wegen Totschlags verurteilt worden, nachdem Videoaufnahmen zeigten, wie er dem am Boden liegenden Abd al-Fattah al-Sharif in den Kopf schoss. Der Fall hatte international für Aufsehen gesorgt und innerhalb Israels zu einer tiefen gesellschaftlichen Spaltung geführt.

Die Entscheidung zur Begnadigung erfolgte auf Antrag von Verteidigungsminister Israel Katz. Katz begründete den Schritt damit, dass man Soldaten „nicht im Stich lasse“. Zuvor hatte das israelische Militär (IDF) Einwände gegen eine Begnadigung erhoben und auf die mangelnde Reue des Schützen hingewiesen. Die Begnadigung wird von Menschenrechtsorganisationen und palästinensischen Vertretern scharf kritisiert, da sie ein Signal der Straffreiheit für Gewalt gegen Palästinenser sende.

Der Vorfall ereignete sich in Hebron, nachdem al-Sharif zuvor einen Messerangriff auf israelische Soldaten verübt hatte und bereits angeschossen und entwaffnet am Boden lag. Die juristische Aufarbeitung galt lange Zeit als Testfall für die Unabhängigkeit der israelischen Militärjustiz. Kritiker sehen in der nun erfolgten Begnadigung eine Untergrabung rechtsstaatlicher Prinzipien und eine weitere Verschärfung der Spannungen in der Region.

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