Gaza-Krise: Rotes Kreuz warnt vor anhaltendem Leid und Zerstörung
19.09.2026, 12:32 Uhr
Gaza: Rotes Kreuz warnt vor täglichem Leid trotz sinkender Intensität
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) warnt eindringlich davor, dass das Leid der Zivilbevölkerung im Gazastreifen unvermindert anhält, auch wenn die Intensität der Kampfhandlungen im Vergleich zum Vorjahr phasenweise abgenommen hat. Pat Griffiths, ein Sprecher der Organisation, betonte, dass Tod und Zerstörung für die Palästinenser zum grausamen Alltag gehören – selbst in Zeiten, in denen die Region nicht die internationalen Schlagzeilen dominiert. Die humanitäre Lage bleibt demnach katastrophal, da die Grundversorgung und Sicherheit der Menschen weiterhin nicht gewährleistet sind.
Parallel dazu verschärft sich die Situation im Gesundheitssektor zusehends. Lokale Behörden und medizinische Fachkräfte warnen vor einem totalen Zusammenbruch der medizinischen Infrastruktur. Jüngste Berichte dokumentieren gezielte Angriffe, wie etwa einen Luftschlag auf ein Motorrad in Gaza-Stadt, bei dem ein Palästinenser getötet und ein Kind schwer verletzt wurde. Auch in den Flüchtlingslagern Nuseirat und al-Bureij im zentralen Gazastreifen kam es zu Beschuss von Zelten, in denen Vertriebene Schutz gesucht hatten.
Inmitten der Trümmer versuchen Rettungskräfte des palästinensischen Zivilschutzes weiterhin, Überlebende zu bergen. In einem aktuellen Fall konnten sieben Personen, darunter fünf Kinder, aus einem teilweise eingestürzten Gebäude gerettet werden, das zuvor durch israelische Angriffe beschädigt worden war. Währenddessen spitzt sich die Lage auch im besetzten Westjordanland zu: In Masafer Yatta müssen Familien nach dem Abriss ihrer Häuser durch israelische Behörden in Höhlen und Wohnwagen unterkommen, was die weitreichende humanitäre Krise in den palästinensischen Gebieten unterstreicht.