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Schulstart im Gazastreifen: Unterricht in Zelten für 500.000 Kinder

19.09.2026, 19:12 Uhr

Schulstart in Gaza: Unterricht zwischen Trümmern und Zelten
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Schulstart in Gaza: Unterricht zwischen Trümmern und Zelten

Im Gazastreifen hat offiziell das neue Schuljahr begonnen, doch für Hunderttausende Kinder findet der Unterricht unter extremen Bedingungen statt. Da ein Großteil der regulären Schulgebäude durch die anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen beschädigt, zerstört oder in Notunterkünfte für Vertriebene umgewandelt wurde, müssen die Schüler auf provisorische Zeltklassen ausweichen. Nach Angaben des palästinensischen Bildungsministeriums wurden allein im Stadtgebiet von Gaza und in anderen Teilen des Küstenstreifens rund 700 solcher Zelte errichtet.

Mehr als 500.000 Schüler sind von dieser Situation betroffen. Die lokalen Behörden und Lehrkräfte bemühen sich, trotz der massiven Zerstörung der Infrastruktur ein Mindestmaß an Bildung aufrechtzuerhalten. Der Unterricht in den Zelten ist jedoch oft überfüllt und bietet kaum Schutz vor Witterungseinflüssen oder den Gefahren der Umgebung. Viele Kinder haben zudem seit langer Zeit keinen geregelten Unterricht mehr besucht, was die pädagogische Arbeit und die soziale Integration zusätzlich erschwert.

Gleichzeitig warnen Flüchtlingskomitees vor den Auswirkungen von Kürzungen bei der UNRWA, dem UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge. Umstrukturierungen und Personalentlassungen könnten die ohnehin prekäre Versorgung mit sozialen Diensten und Bildungsprogrammen weiter untergraben. Die Organisation spielt eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung von Lehrkräften und Materialien, steht jedoch unter erheblichem finanziellem und logistischem Druck.

Die Rückkehr in die provisorischen Klassenzimmer wird von vielen Familien als ein Zeichen der Hoffnung gewertet, doch die humanitäre Lage bleibt kritisch. Ohne eine dauerhafte Instandsetzung der Schulen und eine gesicherte Finanzierung der Bildungseinrichtungen droht einer ganzen Generation von Kindern im Gazastreifen der Verlust ihrer schulischen Laufbahn und damit eine langfristige Perspektivlosigkeit.

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