Israel genehmigt 18 neue Siedlungen im Westjordanland
30.07.2026, 19:12 Uhr
Israel genehmigt 18 neue Siedlungen
Die israelische Regierung hat den Bau von 18 neuen Siedlungen im nördlichen Westjordanland offiziell genehmigt. Dieser Schritt markiert eine deutliche Ausweitung der Siedlungspolitik und erfolgt zeitgleich mit verstärkten Militäroperationen in der Region. Die Regierung begründet das Vorhaben mit Sicherheitsinteressen nach den Ereignissen vom 7. Oktober, während Kritiker darin eine völkerrechtswidrige Zementierung der Besatzung sehen.
International stößt die Entscheidung auf scharfe Kritik. Die kanadische Regierung erklärte, dass der Ausbau illegaler Siedlungen den Frieden und die Stabilität in der Region massiv untergrabe. Auch palästinensische Vertreter warnen, dass durch die neuen Bauvorhaben ein zusammenhängendes palästinensisches Staatsgebiet zunehmend unmöglich gemacht wird, was eine künftige Zweistaatenlösung faktisch verhindere.
Zusätzlich zur staatlichen Expansion berichten Beobachter von einer Zunahme gewaltsamer Übergriffe durch Siedler auf palästinensische Gemeinden. Laut UN-Angaben wurden allein in diesem Jahr bereits zahlreiche Palästinenser bei solchen Angriffen getötet. Die politische Tragweite der neuen Genehmigungen wird auch im Kontext der kommenden israelischen Wahlen und der künftigen Haltung der US-Regierung als entscheidend eingestuft.