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Massenbegräbnis in Gaza: 112 Leichen aus Trümmern geborgen

04.08.2026, 06:32 Uhr

Gaza: Massenbegräbnis für 112 geborgene Opfer
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Gaza: Massenbegräbnis für 112 geborgene Opfer

In Gaza-Stadt hat ein Massenbegräbnis für 112 Palästinenser stattgefunden, deren sterbliche Überreste erst Monate nach ihrer Tötung aus den Trümmern geborgen werden konnten. Unter den Opfern befinden sich laut Angaben des Zivilschutzes 40 Kinder und 38 Frauen sowie sieben Menschen mit Behinderungen. Die Bergungsarbeiten im Stadtteil Sabra dauerten über 130 Stunden an und mussten unter extrem schwierigen Bedingungen, oft mühsam von Hand, durchgeführt werden.

Die Verstorbenen, überwiegend Mitglieder der Familien Al-Hassayneh und Abu Sharia, kamen bereits bei Angriffen im November 2023 ums Leben. Der Einsatz verdeutlicht das immense Ausmaß der Zerstörung: Schätzungen des Einsatzleiters zufolge befinden sich allein an diesem Ort noch immer rund 157 Leichen unter den Trümmern. Viele Überreste sind durch die Wucht der Explosionen und die Last des Betons so stark beschädigt, dass eine Identifizierung kaum möglich ist.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) unterstützte die zweiwöchige Operation. Eine Sprecherin betonte die humanitäre Dringlichkeit dieser Einsätze, da tausende Familien seit langer Zeit auf Gewissheit über den Verbleib ihrer Angehörigen warten. Währenddessen gehen die militärischen Auseinandersetzungen unvermindert weiter. UN-Berichten zufolge wurden auch am vergangenen Wochenende bei erneuten Angriffen im Gazastreifen mehr als zwei Dutzend Menschen getötet, während politische Bemühungen um eine Entwaffnung und einen Waffenstillstand weiterhin feststecken.

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